Veränderungen persönlich meistern – 5 Einstellungen, die dich sofort auf Erfolgskurs programmieren

Veränderungen warten nicht, bis wir bereit für sie sind. Sie hören nicht auf Kommandos. Sie kommen. In der schnellen VUCA-Welt rollen sie über uns hinweg und wenn wir nicht aufpassen, können sie uns überrollen. Besser wir wappnen uns professionell. Mit folgenden Einstellungen kannst du schon einmal dafür sorgen, dass du mit der richtigen Haltung im Sturm stehst.

Gegen Veränderungen bzw. Veränderungsprozesse können wir nichts tun, aber was wir können, ist zu lernen und uns vorzubereiten. Wir können lernen, mit Veränderungen umzugehen und uns auf sie „einzustellen“. Das eigene Mindset und das eigene Verhalten kannst du jederzeit selbst steuern und diese 5 Einstellungen helfen dir dabei, Veränderungen zu meistern. Ob als Führungskraft oder als Teammitglied – oder für den privaten Umgang mit neuen Herausforderungen.

 

#1 Nimm die (Grund-)Einstellung vor

Bevor ein Apparat rund laufen kann, braucht er eine Grundeinstellung für das Funktionieren. So ähnlich funktioniert auch der menschliche Geist. Am Anfang allen Handelns und Denkens kommt die Grundeinstellung zu den Dingen. Sie führt zu allem anderen. Da wir auch künftig in einer Welt voller Veränderungen leben werden (das wird so sein) und ein gesunder Umgang damit Voraussetzung für Erfolg und Lebensglück ist, sind wir gut beraten uns die Frage aller Fragen zu stellen: Bin ich so eingestellt, dass ich Veränderung tendenziell eher ablehne oder annehme? Die Grundeinstellung, die zu unserer Zeit passt, in der wir leben: „Veränderung gehört zum neuen Normal – ich muss meinen Frieden und meinen Umgang damit finden.“

 

#2 Nimm die Feineinstellung vor

Wie könnte der Umgang denn sein? Gegenfrage: Was hilft uns mehr? Uns gegen das Unausweichliche zu wehren oder darin Chancen zu sehen …? Die Chinesen haben ein Schriftzeichen für Krise und Chance. Nicht von ungefähr. Denn es steckt in allem etwas Gutes. Klar und besonders in Veränderungsprozessen braucht es einen konstruktiv kritischen Umgang. Blinder Gehorsam ist auch hier nicht hilfreich. Viele Augen sehen mehr und viele Münder finden die beste Lösung. Aber wann lenkt man die Energie in einer veränderlichen Welt in die richtige Richtung? Wenn man sich eine Einstellung wie diese zu eigen gemacht hat: „Wandel birgt auch Chancen und ich mache mir die Mühe sie zu sehen und helfe, die Chancen Realität werden zu lassen.“

 

#3 Sei ein Chamäleon

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere, die sich oft ungerne aus der Komfortzone herauswagen. Vorsicht, es kann aber auch noch besser werden! Betrachte Veränderung als einen persönlichen Wegweiser, der dich dorthin bringt, an die Stellen und Orte, an die du hingehörst. Denke immer darüber nach, welche positiven Dinge dich beeinflusst haben, auch und selbst wenn negative Auswirkungen vorhanden waren. Mit der Einstellung: „Wenn ich mich (mit-)verändere, mache ich mir selbst Türen zu neuen Räumen auf“ hast du nicht nur den Schlüssel zum lebenslangen Lernen ins Schlüsselloch gesteckt, sondern auch zu mehr persönlicher Bandbreite, zu (noch) glücklicheren Lebensumständen und zum Verwirklichen deiner ganz persönlichen Wünsche!

 

#4 Schau auf deine früheren Erfolge

Dass du es kannst, hast du schon oft bewiesen. Wenn wir mal zurückdenken an all die Situationen in unserem Leben, in denen sich die Dinge geändert haben, die uns damals vermeintlich überfordert haben, wird uns erstmal bewusst, was wir bereits alles gemeistert haben. Du hast alle Veränderungen, neue Aufgaben oder komplizierte Programme oder Wettbewerbskniffe geschafft, hast dich mitentwickelt und neues gelernt. Tausendfach! Frag dich mal: „was habe ich im Leben schon alles gemeistert, was auch für mich erfolgreiche Veränderung bedeutete?“. Du warst so oft schon stark – und du wirst auch jetzt stark sein. Mach dir immer wieder bewusst: „Ich habe schon so viel geschafft und damit gezeigt, dass ich fähig bin, mich zu verändern.“

 

#5 Nimm das Steuer bewusst in die Hand

Angst ist ein schlechter Ratgeber. Was soll schon passieren? Was ist das aller-, allerschlimmste, was passieren kann? Stell es dir vor! Und? Kann man das nicht meistern? Auf jeden Fall! Im seltensten Fall sind wir in solchen Situationen schon einmal tot umgefallen.  Aber davor haben wir genetisch noch immer Angst. Tatsächlich! Was vor 10.000 Jahren ein hilfreiches Schutzprogramm war, nämlich reflexhaft bei Gefahr oder plötzlichen Veränderungen im wahrsten Sinne des Wortes das Leben schützen zu müssen, sind die Konsequenzen dieser Art heute doch eher selten. Die Lebensumstände haben sich schneller entwickelt als unsere Gene. Wir können diese reflexhaften Programme aber überlisten, indem wir uns dieser zu großen Sorgen und Ängste bewusst werden. Wenn wir z.B. der Panik vor Veränderungen im Unternehmen ins Auge blicken oder Angst vor einer Kündigung oder Blamage, frag dich: ist es wirklich so? Kann ich sicher sein, dass es wirklich so schlimm wird? Wenn es so wäre, wären die Konsequenzen wirklich so dramatisch? Dann wandelt die Angst, die vorher in unserem Kopf ein gewaltiges, fieses Monster war, zu Zuversicht. Willkommen im Zeitalter des Bewusstseins! Deine Einstellung an dieser Stelle sollte ungefähr so lauten: „Ich identifiziere meine reflexhaften destruktiven Gedanken und hinterfrage sie.“

 

Es sind so unfassbar spannende Zeiten, in denen wir leben. Die Gesellschaft wird sich in den nächsten Jahren so stark verändern, wie wir es uns heute noch gar nicht vorstellen können – aus der Komplexitätsforschung und dem technologischen Wandel heraus kann man das belastbar vorhersagen. Daher ist ein gesunder Umgang mit Veränderung ganz wichtig. Für jeden und für Führungskräfte, die wiederum die Verantwortung für Firma und Mitarbeiter tragen, umso mehr. Für sich selbst, für seine Teams und für seine Organisation muss man in Sachen Veränderungskompetenz die Weichen stellen, wenn der Erfolg weiter blühen soll. Wenn du meinst, dass wir auf diesem Weg als Sparringspartner unterstützen können, freut sich das Team der BURG. Führungsberatung auf dich.

 

Artikel zitieren

Burg, M. (2022): Veränderungen persönlich meistern / VUCA TO GO, in: VUCABLOG [Weblog], 17.01.2022, Online-Publikation: https://blog.monikaburg.com/2022/01/17/veraenderungen-persoenlich-meistern//, Abrufdatum: TT.MM.JJJJ

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