Je höher die Position, desto dünner die Luft … – mit Coaching den Einstieg ins Top-Management schnell und reibungslos meistern

Die Freude über eine Beförderung ins Upper oder Top-Management ist immer groß, weil herausragende Leistungen belohnt werden. Oft geht es bei diesem Übergang tatsächlich aber darum, bestimmte Fähigkeiten loszulassen und neue zu entwickeln. Die Rolle des Top-Managers und die Anforderungen an die Rolle unterscheiden sich gravierend von der des Mittleren Management. Hier ein paar Insights.

Der Übergang vom mittleren zum oberen Management kann eine große Herausforderung sein, denn einige Führungsverhaltensweisen haben dich vielleicht befördert, aber nicht alle passen zu der neuen Rolle. Leider weiß nicht jedes Unternehmen, wie es diese Art von Veränderung unterstützen kann. Ein guter Coach, der im Idealfall selbst auch das Arbeiten als Upper- oder sogar Top-Manager gelebt hat, kann wirkungsvoll unterstützen, damit man sich im neuen Terrain schnell sicher und erfolgreich bewegt. Hier ein paar von den Aspekten, die dort besprochen und mit den persönlichen Stärken und Ecken und Kanten zu erfolgreichem Tun verbunden werden sollten.

V: Sich selbst vertrauen, auf dieser neuen Ebene zu operieren.

V: Sich der Kraft des eigenen Vorbildes bewusst werden.

S: Den Wechsel vom Taktiker zum Strategen vollziehen.

O: Sich vom Macher zum Orchestrierer aller Prozesse wandeln.

P: Das Parkett der ungeschriebenen Gesetze im Top-Management meistern.

 

#V Gesundes Maß an Selbst-V e r t r a u e n entwickeln

Die Frage, ob man es Ihnen zutraut, ist schon mit der Beförderung beantwortet worden. Ob man selbst aber mit dem Eintritt ein neues Rollenbild an der Spitze einer Organisation ein gesundes Maß an Selbstvertrauen hat bzw. hält, entscheidet über den Erfolg – vor allem in den ersten 100 Tagen. Vertrauen, Selbstbewusstsein, Beziehungsfähigkeit, Verantwortlichkeit, Entschlossenheit, Belastbarkeit und Mut sind Maßeinheiten dieses Erfolgsfaktors. Aber bitte auch nicht zu viel davon. Ein gutes Maß zwischen Selbstüberschätzung und Verunsicherung ist genau hilfreich. Respekt vor dem Neuen und Selbstsicherheit trotz des Neuen, genau das hilft, um erfolgreich zu werden. Ebenso hilft es, wenn man um die Tücken der neuen Spielregeln weiß.

 

#V Führen mit V o r b i l d

Ein Top-Manager hat z.B. eine exponentiell höhere Auswirkung auf die Organisation als ein Middle-Manager. Nicht nur, weil die Entscheidungen einen größeren Radius haben, sondern auch, weil viel mehr Leute einen beobachten und das Verhalten als beispielgebend für sich selbst auswerten. Möglichst schnell sollte man sich der eigenen Wirkung ehrlich bewusst werden, damit man diese nutzen oder eben verbessern kann. Das richtige Vorbild im Sinne der Strategie abzugeben, ist langfristig ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs im oberen Management. Wie lernt man seine Wirkung einschätzen? Durch Coaching, Feedback und Reflexion.

 

#S Den Wechsel vom Taktiker zum S t r a t e g e n vollziehen

Mid-Manager führen die Umsetzung an, Senior-Führungskräfte müssen Strategien und Richtungen für die Zukunft entwickeln. Die Entwicklung von strategischem Denken und Modellieren ist gefragt. Dabei ist es unerlässlich die Fähigkeit zu entwickeln, einen strategischen Prozess zu gestalten oder auch das Unternehmen in Struktur, Prozessen und Kultur zu modellieren. Jetzt sind Sie „Organisational Builder“ und müssen sich Wissen zu Organisationsentwicklung und Changemanagement schnell aneignen.

 

#O Sich vom Macher zum O r c h e s t r i e r e r wandeln 

Kann im mittleren Management noch viel selbst gemacht werden, ist dafür die Zeit eines Top-Managers zu teuer und zu knapp. Wer jetzt erfolgreich sein will, muss die Fähigkeit zeigen, die Arbeit durch andere erledigen zu lassen, indem andere effektiv delegiert und geführt werden. Der Aufbau einer Kultur des Vertrauens und des offenen Feedbacks ist entscheidend für eine effektive Delegation, ebenso wie das Vermeiden harter Konsequenzen für Fehler. Je mehr man gewohnt ist selbst zu machen, desto schwerer ist es loszulassen. Auch die eigene Work-Live-Balance beizubehalten, wird schwerer wegen des größer werdenden Verantwortungsradius. Es wird also wirklich Zeit sich weiterzuentwickeln.

 

#P P o l i t i k … die ungeschriebenen Gesetze verstehen

In allen Unternehmen gibt es im Top-Management ungeschriebene Gesetze. Mal geht es um den guten Ton der Parkettfähigkeit, mal um die Notwendigkeit selbstsicheren Auftretens in überraschenden Situationen. Ein wenig wie es die Herrscher und Könige in der Serie Game of Thrones taten, nur heute eben im echten Büroleben: Diplomatie, konzeptionelles Geschick und ein selbstsicheres Auftreten sind hier essentiell, um mitzuspielen. Gewusst, worauf es besonders ankommt, denn auch dieses Wissen ist erfolgswirksam für die ersten 100 Tage.

 

Wer im Top-Management Fuß fassen will, muss also nicht nur fachlich glänzen oder in seinem Führungs- und Managementverhalten so agieren wie bisher, er muss sich erfolgreich an die neuen Rollenerwartungen anpassen können. Da dies oftmals einfach wie selbstverständlich unterstellt wird oder dem try & error-Prinzip überlassen wird, werden viele Fehler gemacht, die vermeidbar sind. BURG. Führungsberatung unterstützt seit Jahren erfolgreich mit Coaching, damit die wunderbare Transformation ins Top-Management funktioniert.

 

Artikel zitieren

Burg, M. (2022): Je höher die Position / VUCA TO GO, in: VUCABLOG [Weblog], 26.08.2022, Online-Publikation: https://blog.monikaburg.com/2022/08/26/je-hoeher-die-position-desto-duenner-die-luft/, Abrufdatum: TT.MM.JJJJ

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